Der Ort:

Wiederau liegt am westlichen Talrand der Weißen Elster zwischen den beiden Flüssen „Weiße Elster“ und „Elstermühlgraben“ sowie zwischen den Kleinstädten Pegau und Zwenkau. Zur Messestadt Leipzig sind es ca. 30 km.

Die ersten Erwähnungen des Dorfes Wiederau gehen bis in das Jahr 1080 zurück.

Nach den 1155 verfassten „Annales Pegavienses“ soll 1080 das Heer des deutschen Kaisers Heinrich IV. nach einer Schlacht bei milsin (Hohenmölsen) mit dem von der Fürstenopposition eingesetzten Gegenkönig Rudolf von Rheinfelden nach Wiederau geflüchtet sein („Nach kurzem Kampfe floh das Herr des Kaisers und ward von Mölsen bis zu dem Dorfe widerhowe (Wiederau) allenthalben geschlagen“).


Der Ort heute:

Heute bietet das kleine Straßenangerdorf Wiederau durch seine Fachwerkhäuser aus dem 18. Jahrhundert, mit der auf einer leichten Anhöhe städtebaulich dominierenden Barockkirche und dem Barockschloss inmitten einer abgeschiedenen Auenlandschaft dem Besucher ein idyllisches Bild. Die Anlage der Bauernhöfe (Vollbauernstelle) entlang der Dorfstrasse weisen die typisch mitteldeutschen Drei- und Vierseitengehöfte auf. 1992 wohnten in Wiederau 330 Einwohner in 140 Haushalten. Durch die spätere Aufnahme von Wiederau mit seinen Ortsteilen Großstorkwitz und Weideroda in das Förderprogramm „Dorfentwicklung“ des Freistaates Sachsens konnten in dem Zeitraum von 1991 bis 1996 90% der kommunalen Gebäude im Ort mit erheblichen baulichen Mängeln grundlegend saniert werden. Durch Trockenlegung der Mauerwerke und Einbau umweltfreundlicher Ölheizungen gehörten feuchte Wände und Kohleöfen nun der Vergangenheit an. Auch das äußere Erscheinungsbild wurde vom „grauen Dasein“ durch Dach-, Fassaden- und Fenstersanierungen in ein leuchtendes, neues - altes Dorfgesicht verwandelt. Heute wohnen ca. 400 Einwohner im Dorf Wiederau.


Der Sender:

Ortsprägend ist auch der nahegelegene Sender von Wiederau. Einst mit einer der größten Sender Europas und vor 1989 mit einer der größter Arbeitgeber in der Region. Heute ist er eines der überbliebenen, geschichtsträchtigen technischen Denkmäler und ragt mit seinen zwei Rohrmasten in den Himmel der Elsteraue.