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Das Schloss Wiederau ist eines der kunsthistorischen und baugeschichtlichen wertvollsten Zeugnisse barocker Baukunst des Südraumes Leipzigs.
Das Schloss ist 1705 am südlichen Dorfrand nach einem zerstörenden Brand des alten Gutes im Jahres 1614 neu erbaut wurden. Die meist angenommene Errichtung auf dem Gelände einer mittelalterlichen Wasserburg (Bodendenkmal) konnte sich nicht bestätigen.
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Auftraggeber des Schlossbaus war der im Jahr 1703 durch den Kaiser Leopold I als "von Fletscher" geadelter Sohn eines schottischen Bortenhändlers David Fleischer. Er erwarb am 7. Mai 1697 die Gutsherrschaft für 21.000 meißnische Gulden von Gebhardt Pflug. Als Baumeister wird der Leipziger Ratsmaurermeister Johann Gregor Fuchs erwähnt, der u.a. in den Jahren 1701 bis 1704 das Romanushaus und 1706 bis 1707 das Fregehaus in der Leipziger Katharinenstrasse erbaute. Des Weiteren werden Vermutungen der Mitbeteiligung von David Schatz, mitwirkender Baumeister des Schlosses Knauthain, geäußert.
Die Vollendung der Baumassnahmen (zumindest des Rohbaus) am Schloss Wiederau werden auf das Jahr 1705 datiert, da diese mit Wappen geschmückte Jahreszahl im Schluss-Stein des Haupteingangs zu finden ist.
Das Schloss zählt mit zu den bedeutendsten Anlagen der sächsischen Barockkunst. Es ist der noch einzige, erhaltene Vertreter des repräsentativen Dresdner Palasttyps dieser Zeit.
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Das dreigeschossige Gebäude erhebt sich über einem Sockel mit zwei an der Hauptfront (Nordansicht) vorgebauten Seitenflügeln. Das oberste Geschoss ist als Mezzanin (Halbgeschoss) erbaut.
Ein kraftvoller Ausdruck wird dem Schloss durch sein in zwei Ebenen geteiltes Mansard - Walm -Dach verliehen. Der Zugang erfolgt mittig über eine einläufige Freitreppe, die zunächst auf die kleine vorgebaute Terrasse führt. Ein dezent aus der Eingangsfront hervortretender und durch den Uhrengiebel mit Blütengirlanden verzierter Mittelrisalit, gekrönt durch einen Frontispizes, verstärkt die emporstrebende Wirkung des Gesamtgebäudes. Der sonst schlichte Baukörper wird im Erdgeschoss nur von waagerechten Putzbändern umzogen, während das Obergeschoss sogar glatt verputzt ist und einzigst untereinander durch aufgeputzte Bänder und Lisenen gegliedert wird. Über den Fensterstürzen und den Sohlbänken des ersten und zweiten Obergeschosses zieren einfache vertiefte rechteckige Putzspiegel die Fassadenfront. Die Fensterachsen sind für die Barockzeit charakteristisch axial-symmetrisch angeordnet.
Im Gegensatz zum zurückhaltend gestalteten Außenkörper ist die zum Großteil noch gut erhaltene künstlerische Innenraumgestaltung sehr umfangreich ausgefallen.
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